50 Jahre Psychiatrie-Enquete
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50 Jahre Psychiatrie-Enquête – gute Worte, jetzt braucht es klare Taten
Die Resolution der Fachtagung „50 Jahre Psychiatrie-Enquête“ (Juni 2025 in Leipzig) trifft einen wunden Punkt: Noch immer sind psychisch erkrankte Menschen in Deutschland struktureller Benachteiligung, gesellschaftlicher Stigmatisierung und politischer Vernachlässigung ausgesetzt. Die Veranstaltung wurde von einem breiten Bündnis von Verbänden getragen – das macht Mut. Die formulierten Forderungen zeigen, dass Reformen möglich sind – wenn sie denn politisch gewollt und konsequent umgesetzt werden.
Als SHPE-RLP begrüßen wir besonders den klaren Widerspruch gegen sogenannte „Gefährder-Listen“ und gegen den reflexhaften Ruf nach repressiven Maßnahmen. Diese führen nicht zu mehr Sicherheit – sondern zu Ausgrenzung, Angst und Vermeidungsverhalten.
Stattdessen braucht es das, was die Resolution fordert: verbindliche Zusammenarbeit im gemeindepsychiatrischen Verbund, aufsuchende Hilfen, das Grundrecht auf Wohnen – und eine Haltung echter gemeinsamer Verantwortung. Denn Teilhabe beginnt nicht in Hochglanzbroschüren, sondern in der Realität von Schutzräumen, offenen Türen und menschlicher Zuwendung.
Diese Resolution ist ein wichtiges Signal – jetzt ist es an der Politik, nicht nur mit Symbolpolitik zu reagieren, sondern mit echter Umsetzungsbereitschaft.















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