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Beitragspflicht für Obdachlose: Stimmen der Betroffenen
Wussten Sie, dass eine Obdachlosenunterkunft sowohl die Stadt als auch die Betroffenen Geld kostet? Die jetzt bekanntgewordene Beschlu
ssvorlage, die ab dem 01.07.2025 eine Nutzungsgebühr für die städtischen Obdachlosenunterkünfte in Mainz erheben will, wirft eine dringende Frage auf: Wie wird diese Maßnahme bei den betroffenen Menschen ankommen?
ssvorlage, die ab dem 01.07.2025 eine Nutzungsgebühr für die städtischen Obdachlosenunterkünfte in Mainz erheben will, wirft eine dringende Frage auf: Wie wird diese Maßnahme bei den betroffenen Menschen ankommen?Für viele von ihnen, die bereits am Rande des Existenzminimums leben, würde dieser Beschluss eine weitere Belastung bedeuten, die sie möglicherweise nicht tragen können.
Die Einführung dieser Gebühr betrifft alle Nutzer:innen der städtischen Unterkünfte – unabhängig davon, ob sie Sozialleistungen erhalten oder nicht. Für viele Obdachlose stellt dies eine enorme Herausforderung dar. Menschen, die ohnehin mit gesundheitlichen und psychischen Belastungen kämpfen, müssen sich nun zusätzlich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie die Unterkunftskosten stemmen sollen. Sie könnten gezwungen sein, zwischen einem Schlafplatz und anderen lebensnotwendigen Ausgaben wie
Essen oder Medikamenten zu entscheiden.
Anstatt auf soziale Unterstützung und Integration zu setzen, setzt die Stadt Mainz auf das Prinzip der Kostendeckung durch die Betroffenen selbst. Doch gerade bei Menschen in prekären Lebensverhältnissen stellt sich die Frage, wie diese in der Lage sein sollen, für eine Unterkunft zu bezahlen, wenn sie von Sozialleistungen abhängig sind und keine festen Einkünfte haben.
In der Beschlussvorlage wird zudem dargestellt, dass durch die Zusammenarbeit von Ehrenamt, Leistungsanbietern und Verwaltung ein umfassendes Hilfesystem entstanden sei. Für uns als Selbsthilfeverein wirkt diese Aussage befremdlich, da gleichzeitig Mittel auch an dieser Stelle gekürzt wurden.
FAZIT: Dieser Beschluss verstärkt die ohnehin schon bestehende Marginalisierung und könnte dazu führen, dass Menschen von wichtigen Hilfsangeboten ausgeschlossen werden. Besonders betroffen sind psychisch erkrankte Obdachlose, die auf die Unterstützung der Einrichtungen angewiesen sind.















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