Fachtag DGSP Haltung entfalten
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Pressemitteilung
Psychiatrie unter Kostendruck. Betroffenenperspektiven im Fokus
Fachtagung des DGSP 2026 in MainzWie erleben Betroffene die psychiatrische Versorgung unter zunehmendem Kostendruck. Und was brauchen sie, damit Unterstützung wirkt. Die Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener Rheinland-Pfalz stellt diese Fragen in den Mittelpunkt und bringt ihre Perspektive in die öffentliche Debatte ein.
Viele Menschen erleben den Alltag in psychiatrischen Einrichtungen als belastend. Lange Flure, verschlossene Türen und Wartezeiten prägen die Situation. Betroffene brauchen vor allem Zeit für Beziehung und verlässliche therapeutische Unterstützung.
Die Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener Rheinland-Pfalz e.V. (SHPE-RLP) setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass ihre Erfahrungen stärker berücksichtigt werden. Der Verein fordert eine Versorgung, die sich am Menschen orientiert. Er arbeitet dazu mit Politik, Fachwelt und Gesellschaft zusammen.
„Viele Betroffene erleben in einer Krise vor allem eines: zu wenig Zeit für echte Begegnung“, sagt Robert Jacobs, Vorsitzender des Vereins, „Wenn Einrichtungen gezwungen sind, vorwiegend Mangel zu verwalten, gerät Beziehung in den Hintergrund. Dabei ist sie eine zentrale Voraussetzung für Genesung.“
Die Selbsthilfe bringt diese Perspektiven in die Fachöffentlichkeit ein. Sie beteiligt sich an der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP). Die Tagung findet vom 5. bis 7. November 2026 im Kurfürstlichen Schloss in Mainz statt.
Die Tagung steht unter dem Titel „Mangel verwalten? Beziehung gestalten. Haltung entfalten“. Fachleute, Betroffene und Praktiker diskutieren dort über die Zukunft der sozialpsychiatrischen Versorgung..
Robert Jacobs spricht am 5. November um 16 Uhr. Sein Thema:
„Unter Druck. Sozialpsychiatrie aus der Betroffenenperspektive“
Neben strukturellen Problemen kritisieren Betroffene auch die baulichen Bedingungen. Kameras, verschlossene Türen und Alarmknöpfe vermitteln häufig Kontrolle statt Unterstützung. Viele erleben das als belastend.
So entsteht ein widersprüchliches Bild. Einrichtungen sollen Stabilität geben. Gleichzeitig erleben Betroffene Zeitdruck, starre Abläufe und Sicherheitslogiken.
„Eine zukunftsfähige Sozialpsychiatrie braucht mehr als Leitlinien“, betont Jacobs. „Sie braucht Haltung. Und sie braucht Zeit sowie den Mut, die Erfahrungen von Betroffenen ernst zu nehmen.“
Für die Teilnahme gibt es verschiedene Anmeldeoptionen und Vergünstigungen – u. a. Early-Bird-Tickets, Möglichkeiten für Gruppenanmeldungen sowie reduzierte Beiträge für Studierende und Menschen mit geringem Einkommen.
Weitere Informationen und Programm:
Wir freuen uns auf euch in Mainz!
Hinweis für Redaktionen
Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen. Interviews mit Referierenden sowie mit dem Betroffenenvertreter Robert Jacobs sind vor Ort möglich. Fragen können bereits im Vorfeld der Tagung an den Vorsitzenden Robert Jacobs gerichtet werden.















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